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Misteltherapie bei Krebserkrankung

Die Misteltherapie gehört zu den am häufigsten angewandten Verfahren in der komplementären Krebsbehandlung im deutschsprachigen Raum, die von dem Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner und der Ärztin Ita Wegmann initiiert wurde.

Eine Misteltherapie ist bei fast allen Tumorerkrankungen möglich und sinnvoll. Sie schwächt eine Chemo- oder Hormontherapie nicht ab, sondern verstärkt deren Wirkung eher noch. Die Mistel stärkt das körpereigene Immunsystem und führt zu einer Hebung des Allgemeinbefinden und der Leistungsfähigkeit sowie zu einer Linderung von tumorbedingten Schmerzen.

Die Mistelpräparate werden aus der weißbeerigen Mistel (Viscum album) gewonnen, die auf verschiedenen Laub- und Nadelbäumen wächst.In Europa kann man drei Unterarten der Mistel unterscheiden: die Laubbaum-, die Kiefern- und die Tannenmistel.

Eine Misteltherapie ist immer eine individuelle Therapie. Anhand der Art Ihrer Krebserkrankung und Ihrer persönlichen Vorgeschichte wähle ich das für Sie am besten geeignete Mistelpräparat aus. Mistelpräparate für die Krebstherapie werden ausschließlich in Form von Ampullen hergestellt und der Mistelextrakt wird in der Regel subkutan, das heißt unter die Haut, gespritzt. Es wird  dreimal wöchentlich an wechselnden Stellen gespritzt. Die ersten Injektionen finden in der Ordination statt, auf Wunsch kann die Therapie aber nach entsprechender Einschulung und unter regelmässigen Kontrollen von Ihnen selbst zuhause weitergeführt werden. Die Misteltherapie ist relativ gut verträglich.

Die häufigste unmittelbare Reaktion ist eine Rötung und leichte Schwellung der Haut an der Einstichstelle (ca. 1 – 5 cm im Durchmesser) sowie eventuell eine leicht erhöhte Temperatur. Diese Reaktionen sind jedoch keine Nebenwirkung, sondern eine erwünschte Wirkung. Das Immunsystem reagiert auf den Mistelextrakt und zeigt dies, es wird aktiviert und genau diese Wirkung soll erreicht werden. In all diesen Fällen sollte die nächste Spritze erst dann gegeben werden, wenn die Reaktion abgeklungen ist. Eventuell können auch die Lymphknoten in der Umgebung der Einstichstelle leicht anschwellen.

Die Mistel gehört zu den wissenschaftlich am besten untersuchten Phytopharmaka

Aufgrund der guten Studienlage werden  die Kosten der Misteltherapie von der Krankenkasse übernommen.

 

 

 

 

 

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